Erfahrungsbereiche Frau Striewe

2010 Lehrauftrag an der FH Frankfurt, Masterstudiengang UMSB

Die Studierenden, denen die Grundzüge des Planungsrechtes vermittelt werden sollen, haben den Bachelorabschluss hinter sich und können teilweise bereits aus der Praxis berichten. Ihre Fachrichtungen sind vielfältig: Stadtplanung, Landschaftsplanung, Architektur, Umwelttechnik, Geoökologie, Geografie, Geodäsie, Bauingenieurwesen sind die wichtigsten.

2008 Gründung des Büros für Stadtplanung + Kommunalberatung

Fussend auf der breiten Erfahrung der vergangenen Jahre, mit Rückgriff auf die Vorlieben für das Rechtliche in unserem Beruf und mit Neugier auf neue Themen und Kooperationen geht es weiter. So interessiert z.B. der demografische Wandel sehr. Die Erstellung entsprechender Konzeptionen sowie Einsätze als Moderatorin ergänzen das Berufsbild der Stadtplanerin.
Im Abschnitt "Referenzen" finden Sie weitere Informationen.

2001 - 2008 Bauamtsleitung in Baden

Die Stadt Gaggenau übertrug mir mit den Abteilungen Stadtplanung, Hochbau, Tiefbau, Bauverwaltung und Betriebshof eine große Aufgabenvielfalt. Wohnen, Einzelhandel, Gewerbe und eine Gleisanlage waren Thema in Abstimmungen zu kooperativem Vorgehen mit Investoren, zumeist in städtebaulichen Verträgen festgehalten.
Die topografisch bewegte Landschaft bewirkte Themen zur Gewässerentwicklung, zum Hochwasserschutz, zur Abwehr von Verbuschung und zur Erhaltung der Obstwiesen.
Eine Vielzahl von Themen wurde mit Bürgern diskutiert und zur Umsetzung vorbereitet: Agendaprozeß, Radwegtrassen für Schüler u.a., Übergabe von Freibädern in Vereinshand, Übernahme von Pflegeleistungen durch die Sportvereine, bürgerschaftliche Umgestaltung des Kurparks, Beteiligung von Vereinen und Elterngruppen an der Pflege von Schulen und Grünflächen im Ort.
Obwohl der städtische Haushalt straffes Wirtschaften vorgab war es möglich, den besonderen Umbau eines Freibades zu betreiben: es kann nun als das größte Naturerlebnisbad Süddeutschlands besucht werden.

1998 - 2001 Bauamtsleitung in Thüringen

Als Bauamtsleiterin in Schmalkalden beschäftigte ich mich mit Aufgaben der Stadtentwicklung, die einerseits darauf ausgerichtet waren, das Sanierungsgebiet der mittelalterlichen Fachwerkstadt zu betreuen und parallel die Gesundschrumpfung der Werkzeugindustrie samt der Plattensiedlung und das Erstarken von Handel und Wissenschaft zu begleiten.
Die Strategie mit Wettbewerb, städtebaulichem Vertrag und Ansiedlungsverhandlungen für ein Einkaufszentrum war der FH Anlass, um Vorträge für Studierende zur Zusammenarbeit von Kommune und Investoren zu bitten.
Spezialthemen im Hochbau: Umnutzungsideen für eine barocke Totenhofkirche und ein Hallenbad der Gründerzeit.
Spezialthema im Tiefbau: Bau eines Kunstrasenplatzes der modernsten Bauart unter Ausnutzung kumulierter Fördertatbestände.

1992 - 1997 Komplexe Themenstellungen

Die Stadt Aschaffenburg wünschte einen gesamtstädtischen Verkehrsentwicklungsplan und stand vor der Herausforderung, die Kasernenkonversion für mehr als 30 ha Gewerbe, Wohnen und Grün betreiben zu wollen. Ich wurde in beiden Fällen mit der Projektsteuerung betraut.
Nach Bestimmung des Vorgehens und Auswahl des Auftragnehmers wurde der VEP von Beginn an von einer großen Gruppe Experten begleitet und die Öffentlichkeit regelmäßig per Broschüre informiert.
Das Konversionsprojekt reichte über die städtebauliche Planung weit hinaus. Der Ankauf künftiger Wohn- und Grünflächen wurde mit Recherchen zu allen Realisierungswiderständen, Aufstellung der Kosten-& Finanzierungsübersicht für das gleichzeitig ausgewiesene Sanierungsgebiet vorbereitet. An der Aufgabendefinition der Entwicklungsgesellschaft war ich ebenso beteiligt wie an allen Verhandlungen mit dem Staat Bayern als Beteiligtem und dem Bund als Veräußerer der Flächen.

1990 - 1992 Referendariat

Im Referendariat für Städtebau vertiefte ich die Rechtsfragen, die mich bereits im Studium interessiert hatten. Die Abschlussarbeit verlangte verschiedene Gewerbegebietskonzepte mit Biotopschutz am Wismarer Ostseestrand, die Rechtsplanung sowie einen Vorschlag zur Auswahl der bevorzugt anzusprechenden Betriebe seitens der Wirtschaftsförderung.

1983 -1990 Allgemeine Sachbearbeitung

Als einzige Fachkraft in zwei kleineren Gemeinden des Rhein-Main-Gebietes gewann ich ein umfassendes Fundament für das gesamte Berufsbild. Die Nachbarschaft zum Frankfurter Flughafen gewährte Einblick in die entsprechenden Spezialthemen und in der Wohngebietsplanung wurden erste ökologische Aspekte initiiert und hinsichtlich ihrer Umsetzung ausgelotet.